Suchtfaktoren in Farm Ville

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Farm Ville ist in letzter Zeit in vieler Munde, ein Spiel das man auf der Social Network Platform “Facebook” spielen kann. Ziel des Spiels ist es eine Farm zu bewirtschaften, mit allem was dazugehört. Man hat Tiere, Felder und Bäume und kann Gebäude errichten zudem kann man seinen Garten noch schön dekoriereren. Das ganze ist verpackt in sehr schöner Comicgrafik und lädt zu mehr ein, als nur mal kurz anzuspielen.

Dieses Spiel möchte ich mal als Beispiel dafür nehmen, was ein Spiel haben muss, um Menschen langfristig daran zu binden. Denn ich finde, Farm Ville meistert diese Herausforderung vorzüglich.

Ein Punkt der weniger was mit Suchtfaktoren zu tun hat, sondern vielmehr mit Verbreitung, dass Spiel wurde für ein Social Network entwickelt. Durch die fast nahtlose Integration, konnte es sich schnell verbreiten. Zudem erfordert FarmVille keine große Zeit, um das Spiel zu begreifen, der Zugang zum Spiel könnte simpler nicht sein. Selbst Menschen die dem englischen nicht mächtig sind, fällt es leicht das Spiel zu verstehen und Erfolge zu erzielen.

Um den Spieler bei Laune zu halten, muss der Spieler immer aufs Neue motiviert werden. Dies geschieht in FarmVille auf vielfältigste Art und Weise. So gibt es für viele Tätigkeiten Bonuspunkte, wenn man dies oft genug macht. Als Beispiel sei erwähnt. Wenn man eine Bestimmte Anzahl an Kürbisen (Pumpkins) geerntet hat, gibt es extra Erfahrungspunkte, dazu noch richtig Geld (Coins).

Auch entwickelt sich der Charakter regelmäßig einen Level weiter, je nach Level kann man dann mehr im Spiel tun. Um seinen Charakter möglichst schnell vorranzubringen, kann man verschiedenste Sachen tun. Pflanzen anbauen, Gebäude bauen oder versuchen einen Orden (Ribbon) zu bekommen. Einen Ribbon gibt es wiederum dafür, dass man ein bestimmtes Ziel erreicht. Alles wird immer wieder belohnt und sorgt beim Spieler für ein Erfolgserlebnis, ein entscheidender Suchtfaktor wie ich finde.

Menschen wollen sich präsentieren, z.B. durch ihr selbstgeschaffenes Meisterwerk. Durch die Verknüpfnung mit einem Social Network wie Facebook ist auch dies eine einfache Sache. So kann man bei bestimmten Ereignissen, eine Nachricht absenden , meistens, wenn man etwas gutes getan oder ein Ziel erreicht hat. Auch gibt es eine “Fotofunktion” diese ermöglicht es, einen Ausschnitt seiner Farm zu fotografieren und das Bild mit anderen zu teilen. Seine Erfolge mit anderen teilen zu können, ist ein weiterer Motivationsfaktor.

Ganz wichtig ist auch, den Spieler immer wieder zurück ins Spiel zu holen. Auch dies ist in Farm Ville simpel gelöst. Wenn man Pflanzen anbaut, sind diese zu einem bestimmten Zeitpunkt für die Ernte bereit. Für einen gewissen Zeitraum kann man dann die Früchte seiner Arbeit ernten, verpasst man diesen Zeitraum, verwelkt die Ernte. Der Spieler muß also immer mal nachschauen, wie weit seine Saat schon ist.

Trotzdem muss man als Spieler keine Angst haben, dass man nicht weiterspielen kann, wenn dadurch das Geld alle ist. Dieses Problem hat FarmVille auch elegant gelöst. So gibt es die Möglichkeit Bäume anzupflanzen, deren Früchte welken meines Wissens nach nicht. Zudem gibt es pro Tag einen bestimmten Coins-Betrag.

Es gibt sicher noch viele weitere Dinge, die in FarmVille für ein stetiges Spielvergnügen sorgen. Doch ich versuche mal, es auf ein paar Punkte festzulegen. Punkte die ein Spiel erfolgreich machen und dafür sorgen, dass es immer wieder gespielt wird.

  • motiviere den Spieler ständig
  • belohne so oft wie möglich
  • bestrafe so wenig wie möglich
  • sorge für einen leichten Zugang
  • befridige das Ego des Spielers
  • nutze ein SocialNetwork

Hab ich was vergessen? Ich freue mich auf eure Kommentare!


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Datum: 16. Oktober 2009
Autor: Frank (Update-Leben)

2 Reaktionen zu “Suchtfaktoren in Farm Ville”

  1. Ciaróga sagt:

    Erst mal ein Lob an den Verfasser des interessanten Artikels, meiner Meinung nach sind hier die Suchtfaktoren von FarmVille sehr gut erkannt und beschrieben worden.
    Hinzu kommt bei FarmVille noch, das man sich untereinander immer wieder zum Zurückkommen animiert, sei es durch Geschenke, die man von Freunden erhält oder ihnen sendet, oder durch die zahlreichen Meldungen die man auf der Startseite veröffentlichen kann. Wenn ein Nachtbar Freudig mitteilt, das er jetzt eine Auszeichnung für was auch immer erhalten hat, bekommt man einen Bonus wenn man dies durch drücken auf den „Get a bonus from them“ -Button zur Kenntnis nimmt. Auch die schnelle Verbreitung von FarmVille lässt sich dadurch erklären, dass man ständig dazu animiert wird, alles mögliche zu veröffentlichen. Spätestens wenn man zum 20. Mal gelesen hat, dass Freunde gerade ihre Farm vergrößert haben, ein Level aufgestiegen sind oder besondere Eier zu verteilen, möchte man wissen, was sich denn hinter diesem FarmVille, von dem alle so begeistert sind, verbirgt und klickt auf den Link. Man erntet ein bisschen, legt ein zwei Felder an und kommt am nächsten Tag wieder. Was zuerst nur 5 Minuten dauert, zieht sich ab dem nächsten Level Stückweise etwas in die Länge, so dass es schließlich vorkommen kann, das man mehr als eine Stunde damit verbringt zu ernten, sähen, umzudekorieren und die Pflanzen der Nachbarn zu Düngen.
    Ich bin gespannt, wie lange es FarmVille noch schafft seine Spieler mit neuen Ideen und Themen an das Spiel zu binden, da immer nur ernten und sähen trotz der Erfolgerlebnisse irgendwann langweilig wird.

    Grüße von Ciaróga

  2. [...] gebe es ja zu, ich selbst spiele Farm Ville sehr gerne und bisher habe ich dafür auch kein Geld ausgegeben. Heute dachte ich [...]

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